Chronik

 

Die Ortsgruppe Wiebelskirchen des Vereins für Deutsche Schäferhunde wurde im Jahr 1939 gegründet. In dieser Zeit befand sich der Übungsplatz unserer Ortsgruppe auf Korbes Fichte.

 

 

 

Der alte Übungsplatz auf Korbes Fichte mit Kurt Schwarz (3. v. rechts)

 

 

Die Gründungsmitglieder, soweit bekannt ist, waren Dr. Seiler, Bernhard Maier, Reinhold Wiesel, Otto Becker, Arthur Boley und Fritz Schley.

 

Der damalige Züchter Otto Becker hatte auf verschiedenen Veranstaltungen im Bundesgebiet mit seinen Hunden mehrere Male den 1. Platz errungen und unseren Verein über die saarländischen Grenzen hinaus bekannt gemacht.

 

Arthur Boley hatte mit seinem Schäferhund „Nora“ verschiedene Einsätze bei der Kriminalpolizei mit gutem Erfolg zu verzeichnen.

 

Aber auch die übrigen Hundeführer hatten in den darauf folgenden Jahren erfolgreich an Zucht- und Leistungsveranstaltungen teilgenommen.

 

Im Jahre 1956 wurde von der damaligen Firma Heil in Neunkirchen eine Hütte für 55.000 Francs gekauft, welche auf unserem Übungsgelände auf- und ausgebaut wurde.

1960 beteiligte sich unsere Ortsgruppe beim großen Umzug am Kinderfest und 1965 am Heimatfest mit mehreren Wagen.

 

Im Jahr 1964 feierte der Verein sein 25-jähriges Bestehen. Der Hauptverein war durch den Landesgruppenvorsitzenden, Herrn Berrang, vertreten, der eine Ehrengabe überreichte. Gleichzeitig ehrte Herr Berrang Herrn Boley für 25-jährige Mitgliedschaft im Hauptverein. An diesem Tag fand ein großer Vergleichskampf statt, wobei die Mannschaft aus Wiebelskirchen mit Erich Jung und Jürgen Specht den 1. Platz belegen konnte.

 

Zu dieser Zeit hatte die Ortsgruppe 55 Mitglieder, die in Wiebelskirchen, Hangard und Ottweiler wohnten. Hinzu kamen 45 Fördermitglieder. Den Vorsitz der Ortsgruppe leiteten Dr.Seiler, Fritz Schley Oskare Schaufert, Karl-Heinz Becker, Günther Schley, Arthur Boley und Kurt Bücher.

 

In der folgenden Zeit kam es zu Problemen mit dem Besitzer des Geländes Korbes Fichte. Da wir uns über einen neuen Vertrag nicht einig wurden, war die Ortsgruppe gezwungen, sich nach einem neuen Vereinsgelände umzusehen. Hierbei war der damalige Amtsvorsteher Becker behilflich. So konnten wir auf dem Steinbacher Berg einen neuen Übungsplatz anlegen. Dieses Übungsgelände konnte vom Verein im Jahr 1988 käuflich erworben werden, sodass unsere Ortsgruppe auf eigenem Grund und Boden aktiv sein kann.

Das neue Vereinsheim auf dem Steinbacher Berg im Bau

Im Jahr 1971 konnten wir unser neues Vereinsheim und den Übungsplatz mit einer kleinen Feier in Betrieb nehmen. An der Einweihungsfeier nahmen Oberamtsrat Ruppenthal, der Bürgermeister der Gemeinde Hangard, Herr Raber, Oberstaatsanwalt Neuberger und viele Mitglieder sowie Förderer teil.



Der Zimmermeister beim Richtspruch

 

Ab 1971 führten wir auf unserem Übungsplatz jährlich einen Vergleichskampf und zwei Schutzhundeprüfungen durch. Die Mitglieder Friedel Fischer, Rudi Decker, Heinz Brück und Ludwig Bechtel konnten das Hundeführer-Sportabzeichen in Gold erwerben. Unser Sportskamerad Kurt Schwarz erhielt das „Große“ Hundeführer-Sportabzeichen. In den folgenden Jahren hatten uns folgende Hundeführer mit ihren Hunden auf Vergleichskämpfen mit gutem Erfolg vertreten:

Horst Totz, Wolfgang Scherschel, Kurt Schwarz, Hanz Bäcker, Jakob Boley, Ludwig Bechtel, Rudi Decker, Heinz Brück, Claus Paul, Hans Westrich, Ernst Hoffmann, Eberhard Wesche und Otmar Schumacher.

Die Jugendgruppe wurde durch Willibald Kurz und Klaus-Peter Haus auf der Jugend-Saarlandmeisterschaft vertreten.

Vom 06. – 08. Juli 1979 konnte unsere OG ihr 40-jähriges Bestehen feiern.

 

Aus diesem Anlass wurde ein großes Zelt aufgebaut und Gerhard Britzius erstellte eine Festschrift. Freitags war ein buntes Unterhaltungsprogramm mit bekannten Künstlern aus Funk und Fernsehen. In den beiden darauf folgenden Tagen veranstalteten wir einen überörtlichen Vergleichskampf.

 

Ab 1979 führte der Verein auf seinem Übungsplatz jedes Jahr einen Vergleichskampf um den Ostertal-Wanderpokal durch.

 

1980 und 1985 beteiligten wir uns am Umzug des Heimatfestes.

 

 

In den folgenden Jahren nahm unsere Ortsgruppe weiterhin an überörtlichen Vergleichskämpfen teil. Dabei konnten unsere Sportskameraden Kurt Schwarz mit Greif von der Dagsburg und Horst Fuchs mit seinem Hund Axel über mehrere Jahre hinweg den Titel des Neunkircher Stadtmeisters erringen.

 

Zu dieser Zeit wurden jedes Jahr zwei Schutzhundeprüfungen abgehalten. Ein fester Programmpunkt war auch das jährlich stattfindende Sommerfest, zu dem wir zahlreiche Gäste begrüßen durften. Besonderen Zuspruch erfuhr im Rahmen des Sommerfestes immer die am Nachmittag stattfindende Kinderbelustigung.

 

1984 und auch 1986 trug unser Verein die Stadtmeisterschaft aus.

 

1989 feierten wir unser 50-jähriges Jubiläum mit einem großen bunten Abend, an dem die KUV-Spatzen auftraten.

 

1991 besuchte der Verein die FCI-Weltmeisterschaft in Dillingen.

 

Im Jahr 1998 gab es in der Vorstandsspitze eine besonders zu erwähnende Änderung: Unser Sportskamerad Kurt Schwarz stellte sich nach 30 Jahren nicht mehr der Wahl zum ersten Vorsitzenden.

Kurt Schwarz hat – und das sei an dieser Stelle besonders erwähnt- den Verein über eine Generation hinaus mit einem Engagement geleitet, das seinesgleichen sucht. Er war Vorbild in Bezug auf die Arbeit mit dem Hund, arbeitete etliche Stunden für unser Vereinsheim und unser Vereinsgelände und sorgte auch dafür, dass Veranstaltungen immer ein Erfolg waren.

 

Neuer Vorsitzender ist bis heute Hans-Günther Jung, dessen Einsatz für unseren Verein nicht weniger wertvoll ist. Dieser organisierte folglich das 60-jährige Bestehen unseres Vereins mit einer gelungenen Jubiläumsfeier sowie der Austragung der Stadtmeisterschaft im Leistungssport als auch im Agility. Stadtmeister im Mannschaftskampf wurden hierbei unsere Vereinsmitglieder Gabriele Jung (SchH 1) und Kurt Schwarz.

 

2004 konnten wir als weiteren sportlichen Höhepunkt die Austragung der saarländischen Jugend- und Juniorenmeisterschaften verbuchen. Die jugendlichen HundeführerInnen zeigten mit viel Engagement ihr Können und konnten sich dem Respekt vieler erfahrener „Hasen“ sicher sein.